In Indien erlaubte sich jemand einmal einen besonderen Spaß.
Er ließ 3 Blinde einen Elefanten beschreiben. Jeder von ihnen bekam ein anderes Körperteil des Elefanten zu fühlen. Der eine den Schwanz, der andere den Rüssel, der dritte den Rumpf.
Der Erste erkennt eindeutig, daß er ein Seil in der Hand hält. Der Zweite kommt zur Überzeugung, es handelt sich eindeutig um eine Kobra. Der Dritte wiederum erkennt ganz klar, daß er gerade einen Baum betastet.
Die drei geraten sich in die Haare, da ja jeder genau weiß, wie ein Elefant ist, er hat ihn ja betastet, also kennt er ihn, und kann ihn auch richtig beschreiben. Die anderen MÜSSEN im Irrtum sein. Der Sehende , der als Einziger weiß, wie der Elefant wirklich aussieht, und daß sich alle 3 Blinden irren, amüsiert sich köstlich darüber, wie doch jeder von ihnen auf SEINER Wahrheit besteht, und wie schön sie sich über ihre (Un)wahrheiten streiten können.

Nehmen wir einmal eine ganz normale Straße, und lassen die mal gleichzeitig von einem Kind, einem Straßenfeger und einem Autofahrer betrachten. Das Kind sieht den Spielzeugladen und das Schaufenster desselben, der Straßenfeger den Schmutz und das Laub auf der Straße und der Autofahrer die Politesse, die gerade Strafzettel verteilt. Das ist das Problem bei unserer Wahrnehmung, wir sehen alles durch einen Konditionierungstunnel und lassen 75% ausfiltern. Was ist denn nun wirklich die Straße?

Ja, da gibt es so `ne schöne Geschichte über den hellsichtigen Menschen, der einen kleinen Hund ertrinken sieht: Der erste Impuls ist, den Welpen zu retten und aus dem Wasser zu ziehen. Dann aber hat dieser Seher eine Vision und er sieht, wie der Hund als großer ausgewachsener Hund einen kleinen Jungen zerfleischt und tötet. Laß ich ihn besser ertrinken, denkt er, ist wohl Schicksal. Aaaaber - puff - wieder eine Vision: der kleine Junge ist nun erwachsen und ein einflußreicher Politiker geworden. Auf der Höhe seiner Laufbahn trifft er eine Entscheidung, welche Tausenden von Menschen das Leben kostet! Was mach ich nun? Rette ich den Welpen, dann rette ich einer Menge Menschen das Leben! Aber ich lasse zu, daß ein kleiner Junge getötet wird... etc. etc.
So, stellt sich nun die Frage: inwieweit ist man für die Folgen einer - auch alltäglichen - Handlung "haftbar" :-) zu machen? Der "Seher" kann die Folgen seines Tuns ein Stückchen weiter verfolgen als manch ein anderer, aber: ändert das irgendetwas? Wer kann sagen, ob die Person aus der Geschichte etwas Gutes oder Schlechtes tut, wenn er das Hundebaby nun rettet... oder nicht rettet. Eingedenk dieser Umstände bleibt einem tatsächlich keine andere Wahl als "Tu, was Du willst"! - man kommt einfach nicht drumrum, oder?

Der Skorpion fragt den Frosch, ob er ihn am Rücken über den See tragen
kann.
Frosch: "Ich würde ja gerne, aber ich befürchte, wenn wir in der Mitte
des Sees sind, stichst Du mich, und ich muß sterben."
Skorpion: "Das wäre nicht vernünftig, dann müßte ich ja ertrinken."
Der Frosch willigt ein, und in der Mitte des Sees sticht der Skorpion
tatsächlich zu.
Frosch: "Wieso hast Du das getan? Nun mußt Du ertrinken."
Skorpion: "Ja, ich weiß"
Frosch: "Aber das ist doch nicht vernünftig!"
Skorpion: "Mit Vernunft hat das nichts zu tun. Das ist mein CHARAKTER !"

Sobald ein Fenster aufgeht, und Du einen Blick in den Palast werfen kannst, in seine Schönheit, seine Großartigkeit, seinen Glanz, auch wenn Du nur einmal für einen kurzen Augenblick hineingebeten, und dann wieder hinausgeworfen worden bist, dann kann Dich der Vorhof nie wieder zufriedenstellen.

Solange man sich mit aller Kraft gegen eine Wand stemmt, spürt man, wie die Wand mit gleicher Intensität zurückdrückt. Verstärkt man den eigenen Druck, drückt auch die Wand stärker. Die Lösung besteht darin, die Hände von der Wand wegzunehmen. Der Druck der Wand wird dann ganz von selbst verschwinden. Der Vergleich mag banal klingen, und dennoch stehen fast alle Menschen an irgendeiner Wand, drücken mit allen Kräften und beschweren sich gleichzeitig lautstark über den Druck der Wand. Eigene Widerstände aufzugeben, ist theoretisch so einfach, fällt aber dem Menschen unglaublich schwer. Denn alle Menschen sind zutiefst davon überzeugt, daß sie, um im Bilde zu bleiben, gegen diese Wand drücken müssen, weil "die Wand gegen sie drückt", und daß beim Nachlassen des eigenen Widerstandes die Wand unweigerlich über sie stürzen müsse. Hier liegt aber die Täuschung. Man probiere bitte selbst das Beispiel mit der Wand aus, um das Problem gänzlich zu verstehen. Tatsächlich hat man den Eindruck, die Wand würde gegen einen drücken, weshalb man sich gezwungen fühlt, den eigenen Druck zu erhöhen. Um die Täuschung zu durchschauen, muß man den Mut haben, loszulassen. Wer die Existenzberechtigung der Wand anerkennt, braucht nicht gegen sie zu drücken und wird auch nicht von ihr belästigt.

Eine Katze verfolgt eine Maus. Die Maus flüchtet in den Kuhstall, und exakt in dem Augenblick, als sie unter der Kuh durch läuft, läßt die Kuh einen Fladen auf die Maus fallen. Die ganze Maus ist völlig bedeckt, nur noch die Schwanzspitze guckt hervor. Die Katze kommt in den Stall, sieht die Schwanzspitze, zieht die Maus daran hervor, und frißt sie.
MORAL:
1. Nicht jeder, der auf dich scheißt, ist dein Feind.
2. Nicht jeder, der dich aus der Scheiße holt, ist dein Freund.
3. Wenn du schon in der Scheiße steckst, zieh wenigstens auch den Schwanz
ein.

Ein großer Samurai hatte über die Jahre hinweg in unzähligen Kriegen schon viele Kämpfe für seinen Herren gewonnen. Nun aber verlor er seinen ersten Kampf. Gedemütigt, voller Zorn gegen sich selbst und den Rest der Welt, wollte er seinem nun nichtswürdigen Leben ein Ende bereiten. Er ritt die staubige Landstraße entlang, darüber nachsinnend, wie er sich nun am grausamsten und auffälligsten ins Jenseits befördern könnte. Plötzlich lag vor ihm auf der Straße ein kleiner Spatz auf dem Rücken und streckte seine beiden Füßchen zum Himmel. Der Samurai, in seinem Denken gestört, hielt an und schrie den Spatz an: ,,Geh mir aus dem Weg, du nichtswürdiges Federvieh.“ Der Spatz aber entgegnete ganz keck: ,,Nein, das werde ich nicht tun. Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten.“. Der Samurai, ganz überrascht und erstaunt über die selbstbewußte Antwort des Spatzen, stieg von seinem Pferd ab, beugte sich zu dem Spatzen hinunter und sprach: ,,Sage mir, was ist denn so wichtig, dass du mir den Weg nicht freimachen willst?“ ,,Oh“, sagte der Spatz, ,,man hat mir gesagt, daß heute der Himmel auf die Erde fallen wird, und da liege ich nun, um ihn mit meinen Füßen aufzufangen. “Als dies der Samurai hörte, da fing er an zu lachen und konnte beinahe nicht mehr aufhören. Und er rief prustend: ,,Was, du kleines Federknäuelchen willst mit Deinen dürren Beinchen den Himmel auffangen?“ Der kleine Spatz erwiderte ganz ruhig und klar: ,,Tja, man tut was man kann!“